Eines sind Marco, Manuel, Christian, Reinhold und Lukas zweifelsohne: unglaublich erfolgreich. Eine ausverkaufte Stadthalle, 102 Chartwochen mit ihrem Debüt „Amore“ und vier Mal an der Spitze der Top-40 mit „Bussi“ sprechen für sich. Mit Album Numero Tre folgt nun aber die Probe aufs Exempel. Konnten sie beim Vorgänger noch auf Songs, die vor ihrem Durchbruch gleichzeitig mit denen von „Amore“ entstanden sind, zurückgreifen, so mussten die vier Herren diesmal bei niente anfangen. Eine Herausforderung, doch am Ende fällt Columbo immer etwas ein.

Wanda versuchen erst gar nicht, sich neu zu erfinden, sondern bleiben ihrem Erfolgskonzept treu. Popmusik mit Amore, die diesmal etwas ausproduzierter anmutet, bietet den Soundteppich, auf dem es sich Marco gemütlich macht, sich genüsslich eine Zigarette anzündet und etwas persönlicher als bisher über Kindheit, Tod und Leidenschaft philosophiert. Wobei die gewohnt minimalistische Ausdrucksweise dabei nicht passiert, sondern erwünscht ist: „Ich bin der Überzeugung, dass Reduktion immer noch den stärksten Effekt auf den Zuhörer hat“, erklärt Marco im Interview. „Es ist ein Versuch, mit wenigen Worten zu reflektieren. Ich habe das Gefühl, mehr zu mir selbst gefunden zu haben.“

Und das hört man, denn unterm Strich ist „Niente“ genau die Platte, die man sich von Wanda erwartet und gleichzeitig erhofft hat: frischer Sound ohne große Überraschungen. Wenig bis niente auszusetzen. Amore! Bussi!

 

EBENFALLS DIESE WOCHE NEU IM GUT SORTIERTEN PLATTENREGAL:

 

  • Alessandro Cortini: Avanti
  • August Burns Red: Phantom Anthem
  • Blue Hawaii: Tenderness
  • Carla Bruni: French Touch
  • Citizen: As You Please
  • Cults: Offering
  • Die!Die!Die!: Charm.Offensive
  • Ducktails: Jersey Devil
  • Kele Okereke: Fatherland
  • Kelela: Take Me Apart
  • Liam Gallagher: As You Were
  • Melanie de Biasio: Lilies
  • Mister Heavenly: Boxing The Moonlight
  • Rationale: Rationale
  • Shigeto: The New Monday
  • The Black Dahlia Murder: Nightbringers
  • The Darkness: Pinewood Smile
  • The White Buffalo: Darkest Darks, Lightest Lights
  • TOKiMONSTA: Lune Rouge
  • Weaves: Wide Open
  • Wolf Parade: Cry Cry Cry