Bier zum Sich-Wichtigmachen war ja auch tatsächlich eine Marktlücke, und so blöd, drei Euro aufwärts für ein Döschen Bier im Supermarkt zu löhnen, wäre kein Punk, Bauhackler oder Fußballfan. Ein Bauer vielleicht, da ja die dümmsten Bauern die dicksten Erdäpfel haben. Aber wir schweifen ab. Die Steigerung dieser Marktlückenbewirtschaftung ist nun, nicht nur die überteuerte Plörre zu trinken, sondern auch noch dem als Holzfäller getarnten Braukünstler einige seiner Geheimnisse in einem Seminar zu entlocken. Zum Beispiel, warum jedes Craft Beer schmeckt, als ob man einen preiswerten Chardonnay mit Kohlensäure versetzt hätte. Das Craft Beer Seminar ist zwar genauso überteuert und sinnlos, wie das Craft Beer, aber bis die nächste Sau durchs Dorf getrieben wird, kann man sich das ja mal geben. Man will den dereinstigen Enkerln ja nicht erzählen, dass man in der Jugend nur Videospiele gespielt, Fastfood gegessen, und Blümchensex gehabt hat, oder?