Ich weiß nicht, ob euch schon aufgefallen ist, dass Mann und Frau in Wien ganze Konversationen unter Verwendung von nur wenigen Wörtern führen kann. Auf alle Fälle: Es geht!

Und zwar mit "Jo, eh".

Beispiel gefällig? Hier die heute Morgen mitverfolgte Konversation zweier älterer Herren bei der Haltestelle des 51A.

Mann 1 (hocherfreut): "No Korl!! Serwas griaß di! Wie geht’s da denn?"
Korl (bissl weniger erfreut): "Jo.. eh!"
Mann 1: "Na sehr guad. Und da Frau? Ollas bestens?"
Korl (schnauft): "Joooo… eeeeh!"
Mann 1: "Des gfreit mi. Und bei da Tochter? Is de jez scho fertig mitm Studium?"
Korl (nickt stolz): "Jojo! Eh!"
Mann 1 (bewundernd): "Na supa! Des klingt ja wirklich guad! Und wie lauft’s in da Firma?"
Korl (wackelt mit dem Kopf hin und her): "Jooo. Eh!"
Mann 1: "Des hört sich ja ollas super an. Beneidenswert."
Korl: "Najo. Eh."

Für alle, die im Wiener Smalltalk bestehen wollen, fasse ich hier noch einmal die Ergebnisse zusammen:

Stimmungslage "Genau will ich des nicht erläutern"  >>> Antwort „Jooo. Eh!“
Stimmungslage  "Alles bestens! Kann nicht klagen"  >>> Antwort: „Jo jo ! Eh!“
Stimmungslage "Geh ma bitte ned auf die Nerven!" >>> Antwort „Jo….eh.“
Stimmungslage "… erinner mi ned dran…" >>> Antwort „Joooo…..eeeeeh!“
Stimmungslage "Guad. Host Recht. Und jetzt baba." >>> Antwort „Najo. Eh.“

© Eiki

 

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