Wir alle kennen die mehr oder weniger tiefgreifende Wortmeldung "Früher war alles besser". Zwei hartnäckige Vertreterinnen dieser Lebenseinstellung durfte ich diese Woche in meiner Mittagspause im Park begegnen. Freilich beim Taubenfüttern.

 

Zusätzlich zu klischeehaften Pelzhauberln, Dauerwelle und grantigen Visagen, zeigten die Damen in ihrer Attitüde verblüffende Ähnlichkeit mit den zwei alten Männern von den Muppets - Waldorf und Statler.

 

Kopfschüttelnd und grantelnd saßen sie nebeneinander auf einem Parkbankerl. Schließlich brach es aus der einen heraus:

 

Oma 1: "Na, Hilde, oiso schau da des on.  Früher worn do mindestens drei Bankerl mehr. Und jetzt?! Teilen muass ma. Mit anderen! Früher san mir zwa immer allanig gsessen."

 

Hilde: (analysiert kompetent) "Na, des is… Na!"

 

Oma 1: (echauffiert sich weiter): "Waaßt, Hilde. Mi regt des wirkli auf. Schlofn konn i scho nimma."

 

Hilde: (weiß Rat): "Na, des is…. Des is… Na!"

 

Oma 1: (kommt so richtig in Fahrt): „Schlimm is jo, Hilde: Ma waß afoch nie, wer murgn neben dir sitzt.“

 

Hilde: (verständnisvoll): "Na oiso, des is… Na!"

 

Oma 1: (deutet auf junge Frau mit Kinderwagen): "Und Hilde, de do durtn! Kinder kriegen kennan’s, oba hackeln nix."

 

Hilde: (wortgewandter denn je): "Na, des is… Na! … des is na!"

 

Oma 1: (verärgert): "Und des Ärgste is: De Tauberl. De san a nimma des, wos amoi worn."

 

Hilde: (sorgt für Überraschungen): "Du oba a ned."

 

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

© Eiki

 

 

 

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