Während dem Autofahren fürchte ich mich immer genau dann, wenn um mich herum gerade jemand in einem mit Aufklebern verzierten Auto fährt.

 

Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass Sprüche und Symbole nur zu oft wirklich der Realität entsprechen. Was insbesondere dann beruhigt, wenn gerade links neben einem der „Chaostyp“ und rechts die „Wunderschnitte“ fährt. (Dieses Erlebnis werde ich nie vergessen).

 

Generell scheinen aber fröhliche Namen vorzuherrschen - ich durfte mich in den vergangenen Wochen an „Bad Girl“, „Bitches on Tour“ und „Death Patrol““ erfreuen.

 

Besondere Sicherheit vermittelt auch die Beklebung „Engel des Todes“, die erst kürzlich zur Stoßzeit am Gürtel ihrem Namen alle Ehre machte.

 

Angenehm finde ich ja auch immer wieder Schilder mit „Anfänger“ hinten im Auto. Das vermittelt dann nämlich das Bild, dass die fahrende Person das Autofahren noch nicht beherrscht. Ob das beim Besitz eines Führerscheins nicht der Fall sein sollte?

 

Ich freue mich auch schon wieder auf den Winter, wenn bei der ersten Schneeflocke 80% der Autofahrer in Wien das Autofahren urplötzlich verlernen. Letztes Jahr hatte ein Mann, der sich stolz zu den 80% zählen darf, dies sogar mit dem Aufkleber „Driving Till The End“ freundlich unterstrichen.

 

Meine persönliche Favoritin traf ich jedoch vergangene Woche. Sie war im rosa-silber lackierten Käfer mit seitlichem „Tussi on Tour“-Aufdruck unterwegs. Klischees FTW.

 

Liebevoll setzte sie mit einem Heckscheiben-Aufkleber noch das Tüpfelchen aufs i.

 „Image is everything – und wos bist du?“

 

Nun ja.

 

© Eiki

 

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