Es ist September, die Tage werden kürzer und kühler. Dementsprechend zieht sich der kluge Zeitgenosse wärmer an. Alles klar und nachvollziehbar. Nachdem ich aber allein in den letzten paar Tagen mehrmals auf ein bestimmtes Kleidungsphänomen gestoßen bin, sehe ich mich zu einer Stellungnahme gezwungen.

 

Weiße Socken in Sandalen sind ja schon lange nichts Neues mehr und inzwischen nur noch deutschen Touristen am Urlaubsort vorbehalten. Nun treten wir jedoch auch in Österreich in völlig neue Dimensionen ein: Socken in Flipflops.

 

Was bitte bewegt Menschen dazu, offene Schuhe zu tragen und dann erst recht wieder Socken anzuziehen? Mir persönlich verschließt sich der Sinn.

 

Zusätzlich wirken Socken in Flipflops einfach nur dämlich, da der Riemen ja zwischen großer Zehe und zweiter Zehe (Zeige-Zehe?) angebracht ist. Dadurch wird der Socken verschoben, bildet eine riesige Falte und schaut mehr oder weniger dümmlich aus.

 

Besonders ansprechend sind übrigens dicke weiße Sportsocken in Flipflops. Augenaushauerei für Fortgeschrittene.

 

Um zumindest die Faltenbildung am Socken zu umgehen, gibt es ja sogar speziell für Flipflops angefertigte Socken, die zwischen großer Zehe und Rest einen Spalt haben. Erträglicher wird es dadurch aber sicher nicht.

 

Doch das ist noch nicht alles: auch Zehensocken, die wie Handschuhe für Füße aussehen, sind in allen möglichen und unmöglichen Farben im Umlauf - vor allem im Flipflop. 

 

Keine Ahnung welche Art von Geschmacksverwirrung der Auslöser dieses Trends war, es bleibt der Wunsch, dass dann doch irgendwann die Vernunft siegt.

 

Und nun noch einmal zum Mitschreiben: Flipflops an kühleren Tagen – völlig in Ordnung. Socken tragen – einwandfrei. Aber bitte keine Kombi!

 

Die Floskel "jemandem am Socken gehen" wird von Tag zu Tag verständlicher.

 

© Eiki

 

 

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