Ich würde gerne ein leidiges Thema ansprechen, das mich seit einiger Zeit beschäftigt: Rauchen im Aufzug.

 

In meinem Wohnbau scheinen einige Menschen derart süchtig zu sein, dass sie es nicht mehr erwarten können, runter in den Hof bzw. vor die Haustüre zu gelangen. Sie müssen bereits im Aufzug den Glimmstängel anzünden.

 

Was dazu führt, dass Mann oder Frau nach einer Aufzugfahrt vom 7. Stock ins Erdgeschoß  wie ein saftiges Geselchtes riecht und sich nur knapp vor einer Rauchgasvergiftung retten kann.

 

Die Frage, die sich dabei stellt: Kann man so abhängig sein, dass man keine 30 Sekunden Liftfahrt mehr ohne Rauchen übersteht?

 

Solang ich nicht selbst zwangsbeglückt werde, ist es mir normalerweise ziemlich egal, ob andere Menschen rauchen oder nicht. Aber im Lift? Leute, das kann nicht euer Ernst sein!

 

Besonders angenehm ist, wenn Passagiere vorm Einsteigen in öffentliche Verkehrsmittel noch einen letzten Zug an der Zigarette nehmen und dann den Rauch erst im Inneren ausatmen. Aber wer freut sich nicht nach einer zweiminütigen Fahrt wie nach einem dreistündigen Beislbesuch zu riechen? Kommt extrem gut in der Arbeit...

 

Manche Menschen haben überhaupt keinen Genierer und rauchen generell auch in den Öffis. Letzte Woche erst bin ich einem jungen Vater begegnet, der eine Zigarette im Mund hatte und die zweite – zumindest unangezündet – schon hinterm Ohr. Neben ihm stand sein verhaltensgestörter Sohn, der – während der Herr Vater telefonierte – die Mittelstange in der U-Bahn hochkletterte, um dann wie ein Affe (eventuelle Rückschlüsse auf nahe Verwandte durchaus berechtigt) herunterzubaumeln.

 

Nach einem kurzen Rüttler flog er endgültig auf den Boden und schlug dabei dem Vater die Tschick aus dem Mund. Reaktion: „Du Trottelkind!“.

 

Ihr wisst ja, was man über Selbsterkenntnis sagt…

 

© Eiki

 

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