Hilfesuchend wende ich mich an meine Leser, um ein in den letzten Wochen vermehrt aufgetretenes Phänomen zu besprechen: Hotpants.

 

Ganz allgemein zeigt sich schon seit mehreren Jahren die Tendenz, dass bei zunehmendem Umfang  der Oberschenkel deutlich mehr Hotpants getragen werden. In Härtefällen scheinen Hotpants sogar einen unerklärbar großen Anreiz für voluminösere Trägerinnen auszuüben.

 

Diese Saison wurde ich jedoch auf bisher völlig unbekannte Weise überrascht. Die neueste Kreation lautet: kurze enge Hotpants, wo unten noch ein Teil des Hinterns rausschaut bzw. im besten Fall raushängt.

 

Da hier – leider – nicht von Beobachtungen im Rotlichtmilieu sondern der Wiener Mariahilfer Straße die Rede ist, befinden sich seit Tagen tiefe Sorgenfalten auf meiner Stirn. Was die Trägerinnen uns genau mitteilen möchten, konnte ich noch nicht in Erfahrung bringen. Botschaften, die mit dem Gesäß in Verbindung sind, scheinen ja schier endlos.

 

Auch wundere ich mich über die Kombination kurze Pants und  Innentaschen, die länger sind als die Hose selbst. Eventuell habe ich aber auch einfach zu wenig modisches Feingefühl und ein frei am Oberschenkel im Hosensack baumelndes Handy ist jetzt cool. Oder so.

 

Mein persönliches Highlight brachte aber eine junge Dame, deren Hotpants sie derart einschnitten, dass links und rechts Wülste entstanden, die man sonst nur aus der Fleischabteilung im Supermarkt kennt. Insider mutmaßen, dass es so zur Entstehung des Extrawurst-Kranzes gekommen ist.

 

Aber Schönheit liegt ja bekanntlich im Auge des Betrachters und ich möchte niemand am Genuss von Hotpants hindern. Trotzdem sei erwähnt, dass der Grad an Augen-Aushauerei zum Teil schon recht heftig ist.

 

Es bleibt der fromme Wunsch meinerseits, man möge doch im Zweifelsfall vor dem Tragen die Auswirkungen auf Mitmenschen überdenken. Vor allem dann, wenn die Grenze zwischen Mode und Geisterbahn einmal mehr verschwimmt.

 

© Eiki

 

 

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