Veranlasst durch den Besuch eines Festivals, widme ich mich dieses Mal dem Thema "Urinieren und Anderes auf Festivals" (kurz: UAF).

 

Leider scheint in der österreichischen Bevölkerung mit zunehmendem Genuss von Alkohol die Wahrscheinlichkeit eines reibungslosen Klobesuchs drastisch abzunehmen. Zur Illustration ein paar Beobachtungen, die sogar sonst recht gefestigten Persönlichkeiten den Schweiß auf die Stirn treiben können.

 

A)   Vorm Klo
Ganze Sozialstudien könnte man durchführen über jene Ersatzhandlungen, die Weibchen in Warteschlangen durchführen, um den Drang nach Freiheit zurückzuhalten. Da gefällt mir die Methode der Männer eindeutig besser: Sie pinkeln einfach an die Außenwand des Klos. Oder gegen den Zaun. Oder auch direkt auf die Tanzfläche. Schmatz.

 

B)   Im Klo
Man muss sich immer wieder wundern, wie es Menschen mit einer derartig mangelhaften Treffkompetenz schaffen, den Alltag unfallfrei zu bewältigen. Außerdem ist es mir ein ganzes Wochenende nicht gelungen ein Klo zu finden, welches nicht verstopft war. Runterlassen wird im 21. Jahrhundert ebenso gänzlich überschätzt, denn ganz ehrlich: Wer erfreut sich nicht gern an der Leistung des Vorklogängers?  

 

C)   Nach dem Klo
Überbewertet ist auch das Hände waschen auf Festivals. Seife gibt’s sowieso nur für die glücklichen ersten fünf Personen.

D)   Sonderfall: Dixi-Klo
So minimalistisch eingerichtet wie nur möglich, scheint es trotzdem für manche Menschen nicht einleuchtend genug zu sein, wo Mann und Frau hinein treffen sollte. Details möchte ich hier aus Gründen des guten Geschmackes vorerst auslassen. Angenehmerweise wurden die meisten Dixi-Klos in der prallen Sonne platziert. Bei Außentemperaturen von 35°C ist dann in einer derartigen Plastikkabine…nun ja… die Kacke im wahrsten Sinn des Wortes am Dampfen.

 

E)   Gefahren
Auch auf Klos lauern Gefahren, die unvorbereitete Personen in Momente tiefster Peinlichkeit bringen können. So besuchte eine junge Dame während der Sturmwarnung ein Dixi-Klo, bei dem dann windbedingt die Wände und das Dach wegflogen. So kamen ungefähr 300 Festivalbesucher am Campingplatz zu einem optischen Hochgenuss. Dem entgeisterten Blick der Dame zufolge, war es ihr letzter Dixi-Aufenthalt für längere Zeit. 

 

Angesichts derartiger Erlebnisse können Wald, Maisfeld und Co echt einiges…

 

© Eiki

 

 

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