smells like wien spirit

 

Zugegebenermaßen: Es mag auf den ersten Blick bzw. Riecher etwas fragwürdig erscheinen, gleich beim ersten Mal für VOLUME übers Schweißeln zu schreiben…

 

Doch die Tage werden langsam wärmer, was der Genießer vor allem auch am zunehmenden Schweißgeruch in öffentlichen Verkehrsmitteln erkennt.

 

Zumeist strömt einem ja schon beim Betreten eine Welle der olfaktorischen Meisterklasse entgegen. Leider handelt es sich dabei nicht um den Duft der Freiheit. Vielmehr liefern unzählige Personen dank eines Mangels an Deodorant geruchstechnische Schmankerl, die sogar sonst ruhigen Gemütern Tränen in die Augen treiben. So gesehen hat eine verstopfte Nase im Sommer manchmal auch ihre Vorzüge.

 

Zur naheliegenden Lösung "lüften" fällt den Wiener Linien leider "Bitte Fenster geschlossen halten, um Zugluft zu vermeiden" ein. Ob nicht genau die so vermiedene Zugluft die erhoffte Erlösung bringen würde, sei dahin gestellt.

 

Mittlerweile bin ich schon so weit, dass ich vorm Deo-Spray Regal im Supermarkt mit dem Gedanken spiele, ab jetzt immer ein Fremd-Deo mitzuführen und bei Bedarf meine Mitmenschen einzusafteln.

 

Außerdem drängt sich mir persönlich ja auch die Frage auf, was Menschen in der heutigen Zeit noch am Gebrauch von Deodorants hindert. Oder gibt es irgendwen, der gerne schon beim Betreten der U-Bahn das Gefühl hat, das Ausmisten eines Kuhstalls live mitzuerleben?

 

Besonderen Dank möchte ich aber allen Männern im Ruderleiberl aussprechen, die zusätzlich zu bemerkenswerten Duft-Happerln erquickend an Halteschlaufen baumeln und ihre volle Achselhaarpracht zur Schau stellen. Und seien wir ehrlich: Wer erfreut sich nicht daran, gerade zur Stoßzeit sanft von Achselhaaren am Ohr gekitzelt zu werden?!

 

Und so stehe ich da, hoffe insgeheim, dass es demnächst Deos zu regnen beginnt. Und Leiberl mit Ärmeln. Bitte. Dringend. Unfasslich!

 

© Eiki

 

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