In die erste Reihe der rituellen Verschmelzung von Haar und Musik bangen sich die Metaller und Ha(a)rd Rocker, die sich wegen ihrer - vor allem durch Länge auszeichnenden - Pracht gerne auch das Attribut „heavy“ verleihen. Denn was glaubst du, was das wiegt, so eine lange Mähne, schweißtriefend und den ganzen Abend von unten nach oben geworfen?

 

Vor allem in den achtziger Jahren triumphierten die ganz hoarten Buben mit Löwenschopf á la Jon Bon Jovi, die für den Fotografentermin gerne auch mal mit Glanz- und Volumenshampoo gewaschen und aufgeföhnt wurden. Oder ZZ Top, denen die Haare besonders gut im Gesicht standen, so dass sie den Rest mit dunklen Brillen verdeckten.

 

Unter Zar Peter dem Großen in Russland hätten sie für die Bärte noch Steuern gezahlt. 1984 soll die Firma Gilette der Band eine Million US-Dollar geboten haben, damit sie sich für eine Werbekampagne rasieren, aber die Musiker lehnten ab. Gut, das waren jetzt Beispiele aus dem letzten Jahrhundert, aber auch heute ist es auf einschlägigen Konzerten immer noch so, dass man mit dem Rumschleudern der Haare die eigene Freude an der Musik ausdrückt. Da kann es schon mal passieren, dass man versehentlich jemandem auf die Haare tritt – und das nicht weil die Männer so klein sind sondern weil die Haare so lang sind. Ließe man sein Haupthaar sein Leben lang wachsen, könnte es am Ende eine Länge von 9,42 Metern erreichen. Hard Rock-Rapunzel und ihr Prinz hätten ihre Freude daran gehabt.

 

An Stelle des Mittelscheitels sticht eine Frisur besonders heraus, die in enger Nähe mit Musik steht, auch wenn sie eine Zeit lang eher mit zu selbstbewussten Fußballjungs assoziiert wurde: der Irokese. Vor allem bei Punks und Goths erfreut er sich hoher Beliebtheit. Die abschreckende Wirkung hat er inzwischen fast verloren und ist absolut salonfähig geworden. Wer genau schaut, findet ihn auch zwischen den Zeilen: Als Intimfrisur gehört er als „Landing Strip“, neben „Triangel“ und „Hollywood Cut“ zu den konventionellen Formen des Brazilian Waxings. Eine etwas breitere Variante des Iros findet sich als Undercut musikalisch im technischeren Bereich: Beim weiblichen Publikum von Hardcore Techno-Gabbern ist das seitliche Abrasieren der Haare, in Kombination mit Pferdeschwanz getragen, eine gern gesehene Frisur. Inzwischen trägt aber jeder Minimal-hörende Bobo Undercut.

 

Zwischen den gut gezüchteten Dreads ursprünglicher Reaggae-Master und den voluminösen Afros und Blumenhaaren der Siebziger sind die Rapper und Hip-Hopper in ihrer langen Geschichte wohl am haarlosesten geblieben. Entweder sie sind sowieso gut rasiert, zügeln sich die wilde Pracht mithilfe von „Cornrows“, also eng am Kopf anliegenden Flechtfrisuren oder sie verstecken ihre Ringellöckchen oder heimlich-blondierten Strähnchen unter dicken Pullikapuzen, Mützen, Kappen oder anderem Kopfschmuck. Stellt sich also die haarige Frage, ob Hip Hop überhaupt Musik ist, wenn da mehr die Hände als die Haare bouncen.

 

In aller Kürze
  • Die einzige Heavy Metal-Kneipe Namibias heißt „Blitzkrieg Bunker“.
  • Pumuckl ist dreihundertzwölfundzwanzig Jahre alt.
  • Sex Wax wird nicht nur für Surfboards sondern auch für Drumsticks verwendet.
  • Kängurus furzen methanfrei.
  • Das Wort „Plural“ besitzt selbst keinen Plural.
  • Nach Plumpheit kommt im Duden „plumps!; plötzlich hat es plumps
    gemacht.“
  • Malcom aus „Malcom mittendrin“ heißt mit Familienname Wilkerson.
  • Um einen durchschnittlichen Mann zu töten, benötigt man 112 Häferl Kaffee oder 150 Dosen Red Bull.
  • Niki Lauda hat vier Nieren.
  • Rafael Nadal spielt mit links Tennis, ist aber Rechtshänder.
  • Der Schriftsteller Honoré de Balzac soll täglich bis zu 50 Häferln Kaffee getrunken haben.
  • Ein Glas frisch gepresster Orangensaft enthält gleich viel Vitamin C wie ein Viertel
    Kilogramm Wurst.
  • Jeder dritte Brite liebt sein Haustier mehr als seine Kinder.
  • Der Plural von Oktopus lautet Oktopoden.
  • Im ersten Teil von „Terminator“ spricht Arnold Schwarzenegger genau 17 Sätze.
  • Nicolas Sarkozy sammelt Briefmarken.
  • 99 Prozent aller entweichenden menschlichen Fürze sind geruchsneutral.