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Biffy Clyro

Indie Rock


Mit Puzzle ist dem Schotten-Trio Biffy Clyro ihr bisher reifstes Werk gelungen und dem Aufstieg vom Postcore-Geheimtipp in die Liga der Big Players steht nichts mehr im Wege.

Ein großes Geheimnis ist die Qualität des vierten Albums der so amerikanisch klingenden Band aus Kilmarnock ja nicht mehr, nachdem sie kürzlich mit der schmissigen Powerpop-Nummer "Living Is A Problem Because Everything Dies" bereits die zweite Single vorab ausgekoppelt haben. Zuvor gab es mit "Saturday Superhouse" einen ähnlich starken Vorgeschmack, bei dem sie das "My Sharona"-Riff von The Knack sehr geschickt für ihre Zwecke umfunktioniert haben. Der Rest des Albums fällt im Vergleich keineswegs ab, "Semi-Mental" erreicht gar das Format der besten Foo Fighters-Kracher. Und dass sie wunderbar mit melancholisch-balladeskem Stoff wie hier bei "As Dust Dances" oder "Machines" umgehen können, haben sie ja schon auf den Vorgängern The Vertigo Of Bliss (2003) und Infinity Land (2005) unter Beweis gestellt. Nur die Zeit vertrackter Frickeleien ist endgültig vorbei, was aber nicht bedeutet, dass Biffy Clyro mit dem Wechsel zum Majorlabel ihre Ecken und Kanten aalglatt geschliffen hätten. Top-Produzent Garth Richardson (u.a. Rage Against The Machine) hat zwar ganze Arbeit geleistet und dem Sound durch seine Politur zu kräftigem Glanz verholfen, doch bei den originellen Strukturen der Songs ist von Zähmung keine Spur, Biffy Clyro brechen immer wieder mit allzu süßer Hymnenhaftigkeit, was ihnen die Unverkennbarkeit bewahrt.


http://www.biffyclyro.com