ARTIST

 

Franz Ferdinand

Indie Rock


Die wunderbaren schottischen Kunststudenten Franz Ferdinand eroberten erst im Vorjahr den Pop. Auf ihrem Albumdebüt fanden sich schmissig in die wieder hoch im Kurs stehende New Wave weisende Retromania-Hymnen wie Take Me Out.

 

Man wurde von einer mit zwei Gitarren, Bass, Schlagzeug und einem kehligen Knödeltenor locker und sympathisch hoppertatschig aus dem Handgelenk abgeschlagenen Musik mitgerissen, die 2004 genau zum richtigen Zeitpunkt kam. Der Stand der Dinge verlangte nicht nur über seine jugendliche Zielgruppe nach Wiederbelebung eines intelligenten Gitarrenpop, wie er ähnlich schon einmal gültig formuliert wurde.

Allerdings wird spätestens jetzt mit dem zweiten Album klar, dass es hier nicht wie bei vielen heute hochgejubelten Bands aus Großbritannien darum geht, mit redundanten Mitteln immer dasselbe so lange unter die Leute zu bringen, bis man um Gnade winselt (siehe auch: Oasis).

Die 13 Songs von "You Could Have It So Much Better" beweisen noch präziser als das Debüt, wie sorgfältig hier aus der jüngeren Musikgeschichte alles zusammengestohlen wird, was eben auch als Hit funktioniert. Sänger Alex Kapranos bezeichnet das richtig als "Raw Pop". Wir hören roh, rau und doch trotz aller Ecken, Kanten und Brüche himmelstürmende, vor Lebensfreude und Selbstbewusstsein überbordende Zitat-Gassenhauer wie Do You Want To – irgendwo zwischen Discokugel, Ziggy Stardust und Morrissey und diversen atemberaubenden Takt- und Motivwechseln und schrägen Harmoniegesängen forsch dahinstolpernd. (Der Standard)


www.franzferdinand.co.uk

www.myspace.com/franzferdinand

 

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